Aktualisiert am 04/01/12 18:46

Marathon in Marathon


Würde es zu heiß sein Ende Oktober in Athen? Würde es genug Wasser geben auf der Strecke? Und können die entspannten Südeuropäer einen Lauf dieser Größenordnung organisieren? Diese Fragen bewegten Angela, Grit und Christian Brendecke im Vorfeld der großen Jubiläumslaufveranstaltung - dem    Athen Marathon an historischer Stätte: 2500 Jahre Marathon! Und sie sollten alle zur vollsten Zufriedenheit beantwortet werden.

Zuerst galt es im Sonntagmorgengrauen circa 12000 Marathonis von Athen nach Marathon zu transportieren. Und ob die Griechen organisieren können! Auf dem Platz vor dem Parlamentsgebäude gab es eine Anzahl ordentlicher Schlangen (die Briten wären stolz gewesen),  und es fuhr auf Trillerpfeife ein Bus nach dem anderen vor… wurde besetzt und fuhr ab. Es lief wie am Schnürchen!
In Marathon angekommen, klappte auch dort alles bestens – die Stimmung war super, die Sonne schien, im Stadion neben dem Start liefen sich Hunderte von Läufern aus aller Welt ein und für Ordnung und einen pünktlichen Start gab es viele Durchsagen und auch die Trillerpfeife gab es wieder…


Punkt um 9 Uhr ging es dann bei blauem Himmel und Sonnenschein, aber nicht zu heißen Temperaturen auf die Strecke – gestartet wurde in Wellen, und mit jeder neuen Welle von Startern stiegen erneut hunderte von bunten Luftballons in den blauen Himmel – ein herrlicher Tag für einen solchen Jubiläumslauf!
Zuerst blieb es etwa 11 km flach, darauf folgten allerdings ca. 20 km, die es in sich hatten! Keine steilen, aber kräftezehrende lange Anstiege standen bis Kilometer 32 auf dem Programm. Doch wenigstens gab es jede Menge begeisterte Zuschauer – alt und jung, groß und klein, “Bravo” Rufe, abklatschen, Olivenzweige wurden gereicht – die Stimmung war wirklich toll, und auch die Versorgung war bestens! Der letzte Streckenabschnitt meinte es dann gut mit den Läufern – auf leicht abfälligem Profil ging es Richtung Olympiastadion, und was für ein grandioser Zieleinlauf das war!! Plötzlich öffnete sich vor einem das Oval des Olympiastadions der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit von 1896, der weiße Marmor glänzte in der Sonne, und Zuschauer und Musik boten eine fantastische Geräuschkulisse – es war geschafft!!
Christian erreichte das Ziel in einer super Zeit von 3h 55min, Angela kann gleichermaßen stolz sein auf eine klasse Zeit von 4h 18min, und ich war (eigentlich sind Entschuldigungen ja doof) – nach 5h 9min einfach nur glücklich im Ziel – denn eine dicke Erkältung hatte jegliches Laufen in der Woche vorher verboten und lief noch immer mit und ohne regelmäßige Stopps beim Eisspray der Sanitäter an der Strecke für eine schmerzende Außensehne wäre der Lauf noch härter gewesen. Gesamtfazit: sehr gut!
Efharisto Athena! Danke Athen!

Liebe Grüße von der Insel,
Grit

4.11.2010
 

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