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Rund um Leipzig – Lauf von Freunden für Freunde
Es ist ein Traditionslauf auf Basis enthusiastischer Selbstorganisation - der alljährliche Lauf “Rund um Leipzig” Ende Februar mit Start und Ziel in Markkleeberg vor der Haustür der Initiatoren: Familie Gelhaar. Christian Brendecke nimmt die winterliche Herausforderung immer wieder gern an und schildert uns seinen Lauf 2006 - die 17. Leipzigumrundung am 26.02.2006:
Zur 16. Umrundung unserer Sportstadt Leipzig trafen sich am 26.Februar elf „Langlaufverrückte“ in Markkleeberg bei einem Urgestein der Leipziger Laufgemeinde. Punkt 8.00 Uhr ging es von der Haustür von Günther Gelhaar los. Entgegen dem Uhrzeigersinn erfolgte der Start bei idealem Winterlaufwetter: -3 Grad, leichter Schneefall und kaum Wind.
Vorbei am Markkleeberger Rathaus und südlich der AGRA ging es entlang der Weinteichsenke nach Wachau. An der schönen Ruine der Wachauer Kirche vorbei in Richtung Liebertwolkwitz kam der Bau der neuen Autobahnzufahrt in Form einer Baustelle als Hindernis. Aber leicht gefroren stellte es für uns als geübte Läufer kein Hindernis dar. So ging es sehr zügig nach Holzhausen zur ersten Verpflegung (km 12,5).
Über Mölkau, Engelsdorf und Taucha war dann in Seegeritz die zweite Verpflegungsstelle relativ schnell erreicht (km 23,7). Hoffentlich rächt sich das zügige Tempo von fast 11km/h nicht!
Über gefrorene, holprige Feldwege, was doch schon anfing etwas weh zu tun, ging es dann weiter über Portitz zur Stralsunder Straße und dann ekelig hin zur Neuen Messe: nur Gegenwind, bergauf und leichter Schneefall. Nach einer reinen Laufzeit von etwa 2:55 h kamen wir dann in Wiederitzsch am dritten Verpflegungspunkt an (km 32,9).
Unser Horst Teichert, der uns von Engelsdorf nach Holzhausen entgegen gekommen war, verabschiedete sich hier, um nach Paunsdorf zurückzulaufen – insgesamt also etwa 43 km - tolle Leistung unseres Oldies!
Zwei weitere Lauffreunde beendeten diesmal hier ihr Engagement, und so ging es zu neunt weiter über Lindenthal zum Lützschenaer Schloß, Verpflegung Nummer vier (km 40,8).
Mir kamen Gedanken ans das Vorjahr, und ich hätte mir eigentlich eine Sänfte nach Hause gewünscht. Nachdem dann unser treuer Radbegleiter Günther durch Sturz auf glattem matschigen Geläuf etwas später auch am Schloß war, gab er mir den Tipp: Von Lausen an kannst Du mit dem Verpflegungsauto zum Ziel. Hoffnung kam auf, und ich wollte ja auch mal rum - oder eben fast! Also weiter.
Die Cracks enteilten mir, nur Micha blieb bei mir. Es ging schwer! Kurz vor Burghausen hatten wir die Marathonmarke erreicht, und ab der Kanalbrücke begleitete uns Günther auf der Originalstrecke, während die sieben eine neue Variante - etwa 1,3km länger (musste heute nicht sein!) - ausprobierten.
Kurz vor der Verpflegung Nummer fünf (km 50,5) liefen sie dann locker an einem „Geher“ vorbei! Eine halbe Stunde im Auto warten und frieren war Mist. Also entschlossen sich Micha und ich, von Großzschocher entlang der Brückenstraße die restlichen etwa 5 km doch noch standes- gemäß zurückzulegen. Sehen hätte uns auf den ersten Metern niemand dürfen – man hätte sicher den Notarzt gerufen! Aber nach etwa einem Kilometer waren wir wieder drin! Mit einer Geschwindigkeit von etwas über 10 km/h kamen wir dann zufrieden und glücklich vor der Haustür an, die wie etwas über sechs Stunden zuvor verlassen hatten. Kurz nach uns trafen dann alle Anderen in kleinen Abständen ein, und nach kurzem nettem Aufenthalt in Günthers Erinnerungskabinett an hunderte Läufe aller Art trennten wir uns zufrieden ob der erzielten Leistung zu solch einer Jahreszeit. (Für Micha und mich insgesamt 56km !)
Die Angaben der Streckenentfernung haben sicher geringe Abweichungen, sind aber nicht wichtig bei solch einem Lauf, der uns allen Spaß gemacht hat. Ich gehe aber Recht in der Annahme, dass alle Mitläufer meiner Meinung sind und möchte den Verpflegungsheinzelmänchen und -frauchen herzlich im Namen aller für den Einsatz und die Mühen danken! Tschüss bis 2007!!!! Christian Brendecke
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