Aktualisiert am 30/03/12 16:55

Handicaplauf Ostersonntag, 27.03.2005

Auf die Waage, fertig, los! - Das etwas andere Lauferlebnis am Ostersonntag

Ostern 2005: Selbst Optimisten hatten gewarnt. Am Ostersonntag eine Laufveranstaltung durchzuführen, das schien auch manchem sturmerprobten Motoristen zunächst ein großes Wagnis. Würden wenigstens ein paar Unentwegte statt der Ostereier die Laufschuhe suchen und finden? Zum Starttermin um elf Uhr waren es schließlich 67 Läuferinnen und Läufer, die gemäß der nach der Handicap-Formel errechneten Startzeiten bei guten äußeren Bedingungen auf die Strecke geschickt wurden. Ksenia Yermakowa (SC DHfK) konnte ihr Zeithandicap von 8:43 Minuten dank ihrer guten Laufleistung am besten wettmachen. Die neue Gesamtsiegerin (Zielzeit 01:11:31 / Nettozeit 01:02:48) erreichte mit einem Vorsprung von rund 45 Sekunden auf ihren glänzend aufgelegten Vereinskameraden Peter Müller (Zielzeit: 01:12:15, Nettozeit: 00:52:40) das Ziel an der Mühlwiese. Platz 3 ging an Tanja Semjonowa (Oberholz), die eine Handicapzeit von 01:13:18 (Nettozeit: 01:05:16) für die 15 Kiolometer benötigte.

Ksenia Yermakowa am Start und Peter Müller im Ziel

Vor dem Start geht es beim Handicaplauf des SV Motor Leipzig-Nord zunächst zum traditionellen Wiegen (hier Klaus Buchspieß auf der Waage) und Messen. Gewicht, Körpergröße, Alter und Geschlecht fließen in die berühmte - aber streng geheime! - Handicapformel, mit deren Hilfe die Startzeiten sekundengenau berechnet werden.

Die günstigste Kombination aus diesen Werten erwischte diesmal Elfriede Oehler (SC DHfK). Mit einem komfortablen Vorsprung von 32 Minuten und 49 Sekunden auf den letzten Starter, den erst 16-jährigen Patrick Steinbach (SV Regis-

Auf die Waage - fertig - los!

Breitingen), durfte sie auf die Strecke. Nach drei Runden auf dem von Motor Nord-Spartenleiter Christian Brendecke neu gesteckten Kurs erreichte Elfriede schließlich einen hervorragenden 20. Platz.

Wie sie durften sich auch die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen gelungenen Laufvormittag und ein handbemaltes Porzellanosterei mit der persönlichen Platzierung freuen. Dank der Handicapformel wurde das übliche Klassement einmal gründlich durcheinander geschüttelt und Zuschauer wie Aktive erlebten dennoch einen engagierten Kampf um die Platzierungen.

Die weiteste Anreise zum Leipziger Osterlauf hatte vermutlich Sportfreund Mathias Jacobsen (Foto rechts) von der SG Flensburg. Familiäre Verpflichtungen in der Messestadt verband er am Sonntagmorgen kurzentschlossen mit einem Start beim Handicaplauf.

Elfriede Oehler (SC DHfk) durfte diesmal als Erste auf die Strecke.

Alle Fotos: Constanze Woigk. Weitere Fotos in der Fotogalerie und hier.

Wettkampfprotokoll:

Wetter: trocken, bewölkt, 10°C
Teilnehmer: 67
Laufstrecke: überwiegend Park- und Waldwege mit leichten Höhenunterschieden
Streckenlänge: 3 Runden à 5 Kilometer
Start/Ziel: Sportplatz Mühlwiese
 

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