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Skatstadt Altenburg Marathon - der Trumpf sticht!
Man sollte meinen, es gäbe schon genug Marathonläufe und die Wochenenden ohne Marathontermin werden kanpp. Und doch wächst da im Süden von Leipzig ein neuer Traditionslauf heran, der schon nach seiner zweiten Auflage viele Freunde gefunden hat - nicht nur unter den Skatspielern...
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2. Skatstadt Marathon Altenburg am 12. Juni 2010
Nachdem die erste Auflage des Skatstadt Marathon Altenburg überall gelobt wurde, stand fest, dass die zweite Auflage mit „Schütze’s“ Beteiligung stattfinden sollte. Ich bekam einen Startplatz für den Marathon „vererbt“, weil eine Sportfreundin gemeldet hatte, aber nicht teilnehmen konnte. Für mich stand aber fest, dass es nur der Halbmarathon werden wird. Zu frisch war noch das negative Erlebnis Würzburg. Da Altenburg ein 21km Rundkurs ist, der zweimal zu durchlaufen ist, also kein Problem, nach der ersten Runde einfach ins Ziel laufen. Bonbon für die ersten 150 Melder im Marathon, eine gratis Laufjacke und das für 30,-€ Startgebühr. Die Strecke in Altenburg gilt als schwer und das stimmt. Die Startzeiten sind wie folgt: 9.45 Uhr 11km Lauf; 10.00 Uhr Halbmarathon und 10.15 Uhr Marathon; 10.20 Uhr 11km Walking. Nur etwas über 100 Starter nahmen den Marathon in Angriff, darunter sehr viele Leipziger Läufer. Allein der LCA startete mit 9 Läufer/innen.
Gleich nach dem Start ging es kräftig den Berg hinauf um dann genau so steil wieder bergab zu gehen. Das Problem, die meisten Straßen im Innenstadt-bereich sind Kopfsteinpflaster. Ich ging vorsichtig an und wollte einfach nur mitlaufen und nach Möglichkeit unter 1:50h bleiben. So absolvierte ich den ersten Kilometer auch in 5:42min. Dann wurde es etwas schneller. Nach ca. 2 km geht es in den Stadtwald und nun ziemlich lange bergan. Bei km 5 ein Kontrollblick zur Uhr: 25:25 min, auf gutem Wege. Bei km 7 trennt sich 11km und Marathon-/Halbmarathonstrecke. Schon hier gelang es mir, die ersten Halbmarathonläufer einzuholen die knapp 15 Minuten vor mir gestartet waren.
Wir liefen kurze Zeit neben der Umgehungsstraße von Altenburg um dann etwas bergab zu laufen. Aber in Altenburg geht es auch immer wieder langgezogen bergauf, so dass der nächste Anstieg nicht lange auf sich warten lies. Dann schon km 10: 49:38min, eigentlich viel zu schnell.
Die nächsten fünf Kilometer führten durch Wohngebiete am Altenburger Stadtrand, wieder mit viel Steigung. Kilometer 15 wurde nach 1:14:28h absolviert. Nun geht es zurück Richtung Innenstadt. Allerdings begann nun wieder das unangenehme Kopfsteinpflaster gespickt mit noch einmal 3 kräftigen Anstiegen und steilen Bergabpassagen, die fast immer über Kopfsteinpflaster führen. Gegen die letzten 5km führen die Läufer am Theater vorbei (km 18) und hinauf zum Schloss (km 20). Danach geht es Treppen mit Kopfsteinpflaster hinunter (gut dass es trocken war). Dann noch eine absolute Engstelle zwischen zwei Häusern hindurch Richtung Marktplatz. Kurze Anstieg hinauf auf den Markt und schon nahte das Ziel. Die freundlichen Helfer wollten mich auf die zweite Runde schicken, dankend lehnte ich ab. Nach 1:48:05h (selbstgestoppt) erreichte ich das Ziel. Leider konnte ich auf den letzten Kilometern das Tempo nicht halten. Trotzdem war ich zufrieden. Allerdings werde ich als Abbrecher des Marathons nicht in der Ergebnisliste geführt.
Im Ziel wartete schon Grit, die die 11km Walkingstrecke absolviert hatte. Eigentlich wollte sie die 11km laufen, aber ein Sturz beim Inline-Skaten machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Sie hatte nach 1:41h das Ziel erreicht und war daher wenige Minuten vor mir im Ziel. Mit den Startunterlagen hatte jeder Teilnehmer einen Bon für Getränk und Essen bekommen. Dieser konnte gegen eine Erbsensuppe und ein Altenburger Bier eingetauscht werden. Aber keine Bange es gab auch ohne Marken für die Läufer im Ziel genügend Verpflegung und Getränke. Das gleiche galt auch für die zahlreichen Versorgungsstellen auf der Runde.
Fazit: Ein liebevoller Lauf mit großer Streckenauswahl. Durch den sehr welligen Kurs nicht unbedingt Bestzeitentauglich. Allerdings ein abwechslungsreicher Kurs, bei dem nur die vielen Kopfsteinpflaster Passagen etwas stören, gerade auf den steilen Stücken bergab.
Als Lohn für die Mühen gibt es eine große Medaille, die entsprechend der Stadt eine Skatkarte darstellt. Der Veranstalter will jedes Jahr ein anderes Motiv gestalten, so dass Teilnehmer, die die nächsten 31 Veranstaltungen absolvieren, nach 32 Teilnahmen ein komplettes Skatkartenspiel haben werden – auf geht’s.
Sieger wurde der für die LG eXa laufende Altenburger Steven Michel in sehr guten 2:47:36h. Sein Vorsprung auf den Zweiten Carsten Hennig betrug sagenhafte 27:57min.
Siegerin wurde die Hallenserin Silvia Schmied in 3:21:37h (nur 4 Männer waren schneller) vor Antje Müller vom LC Auensee.
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