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Heartbreak Halfmarathon 2009 - Blogger: Grit Brendecke, Datum: 13. Februar 2009
Auf Wunsch eines einzelnen Herrn ging es für Angela und Grit am 25.1.09 zum zweiten Mal zum Heartbreak Halfmarathon im New Forest im Süden Englands. Offenbar hatten wir Damen wohl vor zwei Jahren zu sehr von der attraktiven und anspruchsvollen Strecke geschwärmt, und so wollte sich auch Christian dieser Herausforderung am Anfang des neuen Laufjahres stellen. Und es war eine Herausforderung: auf veränderter und somit noch anspruchsvollerer Strecke ging es an diesem kalten Januarsonntag für uns drei an den Start. In der Nacht zuvor waren die Ausläufer eines Sturmtiefs durchgezogen und hatten den ohnehin schon nassen Boden nur noch einmal "gut gewässert". Gleich nach dem Start ging es circa eine Meile nur bergan und danach über einen Reiterpfad die nächste Meile durch knöcheltiefen Schlamm. Und dies war nur der Vorgeschmack auf den Rest; bergab und bergauf ging es quer durch den New Forest, wobei auch eine Furt zu durchqueren war. Hinein ging es ins eiskalte wadentiefe Wasser! Das einzig bekannte Stück der Strecke war der Hearbreak Hill, dem der Lauf seinen Namen verdankt. Steil hinauf ging es, und auch dann erwarteten den Läufer nur mehr Schlamm, Sand und weitere Anstiege, bevor der Kreis sich schloss, und dies promt an der Stelle, an der es die Furt wieder zu durchqueren galt! Für mich kann ich sagen, beim zweiten Mal wählte ich den Balanceakt über einen Baumstamm... Doch dem Schlammbad kurz vor dem Ziel, der selbe Reiterpfad vom Beginn des Rennens, konnte ich nicht entgehen und kam so verschlammt, nass und ziemlich müde schließlich auch ins Ziel, wo ich natürlich schon erwartet wurde. Christian legte diese anspruchsvolle Strecke in hervorragenden 2:04:53 zurück und wurde damit Zweiter in der AK60, während Angela mit ihrer Superzeit von 2:25:02 in ihrer Altersklasse den Sieg und damit sogar eine Geldprämie gewann! Diese Zeiten und dass ich in 2:54:51 (Psssst...) ins Ziel trudelte, unterstreichen die Klasse dieses wahren Cross Country Laufs. Sicher kein Lauf für Bestzeitenjäger, aber für alle, die sich gern auch mal einer Laufherausforderung der ungewöhnlicheren Art stellen, sicher eine Empfehlung. Wer noch extra Motivation braucht: im Ziel gab es wieder für alle mutigen Berg- und Schlammbezwinger eine wärmende Suppe.
> zur Meldung
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20. Lauf Rund um Leipzig - Blogger: Christian Brendecke, Datum: 1. März 2009
1.100 Kilometer an einem Tag?! Ja, dies ist möglich! Zu absoluten Urgesteinen der Leipziger Laufgemeinde gesellten sich einige Frischlinge am Startort der 20. Umrundung unserer Sportstadt in Markkleeberg. Vor der Haustür des Urhebers des Laufes, Günter Gelhaar (gemeinsam mit seinem Sohn Andreas und dem Wiederitzscher Herbert Oberbeck), gab es ein Massenphoto - und es paßten sogar alle 21 dort startenden mit den Radbegleitern darauf.
Pünktlich 8 Uhr ging es dann los mit zwei Olympioniken an der Spitze -Michael und Christian gaben mit einem 6er Schnitt das Tempo an. Und das war toll, denn so konnten sich die anderen Frischlinge in einer kompakt laufenden Gruppe prima an ein konstantes Tempo gewöhnen. Ja, mit Angela und Katrin waren noch zwei Läuferinnen unserer Laufgruppe dabei, und damit auf den ersten 32km bis Wiederitzsch insgesamt 5 Frauen (Angela,Katrin,Sigrid,Kerstin und Chris)! Kurz vor der ersten Verpflegung kam uns mit Tränen in den Augen unser Horst Teichert entgegen - die waren aber nur vom Fahrtwind mit dem Rad! Ein "Stein" in der Wade ließ ihn nicht laufen - Günter vertröstete ihn auf das nächste Jahr!
Zur Verpflegung muß ich, sicher im Namen aller Mitläufer sagen - toll! Angefangen in Holzhausen über Merkwitz,gesteigert mit Tisch und Muffin in Wiederitzsch und Lützschena, mit leckeren Schnittchen und gesponserten Powerriegeln vom LLL in Lausen und Großzschocher, es war für alle reichlich vorhanden! Dank an die Läuferfrauen der LVB Laufgruppe um Michael Koch.
Nach 32 Kilometern verließen dann 8 Teilnehmer die Gruppe,aber mit Ute und Peter kamen zwei Neue hinzu. Jetzt begann sich bis zur nächsten Verpflegung die Gruppe etwas auseinander zu ziehen und die beiden Urgesteine Günter Koll und Henning Mroczkowki begrüßten mit lautem Hallo das Spitzentrio unter der Bahnbrücke von Lützschena und schlossen sich am Ende mit an.
Nach der Verpflegung kam in Gundorf der Marathonpunkt, erreicht mit einer Nettozeit von 3:57:50. Hier kam für mich ein Riese mit einem Hämmerchen - es ging bis auf langsames schleichen - fast nichts mehr. Ein Schluck aus der Flasche unseres Radbegleiters Bernd Penzel ließ ein paar Lebensfunken noch flackern!
Und dann folgte ich dem Rat von Güter Gelhaar - "Du mußt nicht über den Bienitz, nimm die alte Strecke". Und da konnte ich nach 1000m schleichen wieder langsam traben und es wurde wieder schneller, denn........da war doch das doppelte MM, und da gibt es heißen Kaffee und Cola! Und es ging mir dann doch wieder,und so traf ich dann auf das Ende der Gruppe in Grünau( pst! 2km mit Dieter im Auto bis zur Verpflegung). Mental hatte ich dann keinen Bock auf die lange Gerade bis Großzschocher - also blieb ich bis dort im Auto.Von dort über die Brückenstraße bis hinein zum Ziel in Markkleeberg auf etwas längerer Strecke ging es dann wieder fast sehr gut. Am Schluß war ich zufrieden dabei gewesen zu sein und bin besonders stolz auch auf Angela, die solch einen gleichmäßigen und dazu sehr zügigen Lauf noch nie gemacht hatte. Die Nettozeit in Wiederitzsch nach 32 Kilometern lag am Gruppenende bei 2 Stunden und 57 Minuten!!! Das entspricht einem Schnitt von fast 10.8 km in der Stunde!
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16. Lauf durch die Bucksche Schweiz - Blogger: Christian Wilkens, Datum: 21. März 2009
Am 21.03.09 war es wieder einmal soweit, der 30 km Lauf durch die Bucksche Schweiz diesmal auf veränderter Strecke mit Start und Ziel in Ortrand. Um es vorwegzunehmen, der Lauf war wie immer gut organisiert, mit Blaskapelle im Wald, ausreichend Verpflegungsständen, funktionierender Zeitmessung und bald anschließenden Urkundenausdruck sowie sehr gut sichtbarer Wegausweisung mit Markierung pro km. Aber das, was diesen Lauf besonders gegenüber anderen Läufen hervorhob, mußte leider den ständig steigenden finanziellen Belastungen zufolge geopfert werden. Es war die tolle Atmosphäre in Hohenbocka, das große Festzelt mit den Siegerehrungen, das vertraute Umfeld, die gesamte Aufmachung dieser Veranstaltung. Ansonsten kaltes, aber sonniges Wetter, teilweise windig, ein guter Wechsel zwischen Waldboden und asphaltierten Wegen. Meine Zeit, handgestopte Nettozeit 2:08:16, offiziell 2:08:37 brutto, Platz 16 gesamt, M 50: 2. Platz.
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2. Ermstal Marathon Metzingen - Blogger: Peter Schütze, Datum: 12. Juli 2009
Eigentlich ist Metzingen eher als Einkaufsparadies mit unzähligen Outlet-Shops bekannt. Aber wenige Meter davon entfernt, im alten Ortskern, startet auf dem 7-Keltern-Platz am 2. Juliwochenende der Ermstal-Marathon. Die Strecke führt von Metzingen über Dettingen nach Bad Urach und wieder zurück. Auf dem Rückweg ist ein kurzer Abstecher in Richtung Buchhalde zu absolvieren, damit die Strecke auf die entsprechende Länge kommt. Der Halbmarathon absolviert die Strecke einmal, der Marathon zweimal. Allerdings ist die Beschreibung der Veranstalter, als eine der schönsten Strecken Deutschlands etwas übertrieben. Die Strecke führt auf einem Radweg durch das Ermstal. Ich bin noch nicht viele Strecken gelaufen, aber habe schon deutlich schönere Strecken absolviert. Neben dem Marathon und Halbmarathon gibt es auch einen 10km Lauf. Dieser startete zeitgleich in Bad Urach. Grit und Paul hatten sich für die 10km Strecke entschieden, die nur ca. 500m von der Ferienwohnung entfernt startete.
Der Start auf dem 7-Keltern-Platz in Metzingen war etwas chaotisch. Ca. 600 Starter mussten, durch das Zeitmess-System (Bichip in der Startnumer) bedingt, am Start durch eine nur ungefähr 3m breite Startgasse. Obwohl ich ziemlich weit vorn stand, benötigte ich fast 30 Sekunden, um über die Startlinie zu gelangen. Danach waren die Straßen noch breit genug, um sich seinen Platz im Feld zu suchen und die vielen langsameren Läufer, die zahlreich in den ersten Startreihen standen, zu überholen. Nach knapp 2km ging es auf den Radweg, auf dem die Strecke nun bis zum Wendepunkt in Bad Urach führte. Die 2 Straßenquerungen waren gut abgesichert und es gab ca. aller 2-3km Versorgungsstellen. Paul hatte sich ausgerechnet, mich auf halber Strecke in Dettingen zu treffen. Da ich aber ein ziemlich gutes Anfangstempo hatte, hatte ich schon mehr als 5km absolviert, bevor wir uns trafen. Grit folgte Paul in einen Abstand von ca. 700m. Ich fühlte mich gut und konnte ein Tempo laufen, welches auf eine Endzeit von unter 1:40h hindeutete. Nach Durchlaufen der Sportplatzes in Dettingen wurde die Strecke ziemlich wellig. Die Wendestelle Bad Urach liegt 80m höher als der Startort Metzingen. Aber die Strecke ging ab Dettingen ständig auf und ab. Nach ca. 8,5km erwischte mich eine Schwächephase. Der Trainingsausfall nach meinen Radsturz und der geprellte Ellbogen machten sich bemerkbar. Nach 12km hatte ich mich wieder gefangen und konnte das Tempo wieder anziehen. Inzwischen hatte es angefangen zu regnen, nicht sehr stark, aber dadurch war es nicht mehr so schwül wie zu Beginn des Laufes. An der Strecke waren zwar nicht übermäßig viel Zuschauer, aber in den Ortschaften und an den Verpflegungsstellen waren immer zahlreiche Zuschauer, die aller Läufer lautstark anfeuerten. Auf den letzten beiden Kilometern fehlte mir dann doch die Spritzigkeit, um das Tempo zu halten. So waren die letzten Kilometer mehr Krampf und Kampf als Genuss. Viele Läufer die ich vorher locker überholt hatte, sammelten mich wieder ein. Die Enttäuschung kam aber beim Zieleinlauf. 1:40:37h Bruttozeit machte am Ende 1:40:06h Netto. Die Zielzeit also verfehlt. Im Ziel erhielt jeder Läufer eine Medaille, auch die 10km Läufer. Trotz der verfehlten Zielzeit kam ich als 148. von 540 Halbmarathonis ins Ziel. Dies bedeutet Platz 40 in der Alterklasse. Paul erreichte nach 47:37 min (Brutto gleich Netto) als 132 total (Platz 11 in der AK) von 439 Teilnehmern das Ziel. Grit lief mit 59:55 min (netto) unter einer Stunde und belegte Platz 348 (18. in der AK).
Insgesamt eine liebevoll organisierte Veranstaltung, die ihren Reiz in der Begegnungsstrecke hat. Für die nur 124 Marathonläufer wird es aber sicher in der 2. Streckenhälfte sehr einsam.
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