Aktualisiert am 04/01/12 18:46

Laufend gebloggt - 2008/1

3. Köthener Citylauf - Blogger: Peter Schütze, Datum: 23.05.2008

Am Freitag, 23. Mai fand der 3. Köthener Citylauf statt. Die Laufstrecken bei den Pokalläufen betrugen für Frauen/Schüler/Jugend 5km und Männer 10km. Eigentlich kein Grund um zu diesen Lauf zu fahren, aber da Sohn Paul vor seinen geplanten „Angriff“ auf die 2 Stundengrenze im Halbmarathon noch einmal flache Strecke für einen 10km Lauf suchte haben wir uns entschlossen nach Köthen zu fahren. Startzeiten mit 18.20 Uhr (5km) und 19.00 Uhr (10km) sowie das günstige Startgeld von 2 bzw. 3,- Euro überzeugten dann.
Die Strecke war eine 1km lange Runde in der Innenstadt von Köthen die es 5 bzw. 10 mal zu absolvieren galt. Dabei wurde im Prinzip immer um den Marktplatz gelaufen.
Wie es dann sein sollte, war Paul erkältet, so dass er nicht laufen konnte. Trotzdem ging es am Freitag kurz vor 17.00 Uhr Richtung Köthen. Rechtzeitig gegen 17.45 Uhr waren wir in der Nähe des Marktes und des Meldebüros. Parkplatz war kein Problem. Im Meldebüro herrschte fast gähnende Leere. Ein Blich auf die Teilnehmerliste verriet, über 10km ca. 70 Teilnehmer und über 5 km ca. 30 Teilnehmer. Also keine Steigerung zu den Zahlen des Vorjahres.

Pünktlich um 18.20 Uhr ging dann Grit auf die 5km Strecke. Die Strecke war so gelegt, dann man die Läufer/innen mit 50 Meter Bewegung pro Runde 2 Mal sehen und anfeuern konnte.
Grit legte ein ordentliches Tempo vor. Jeder Teilnehmer konnte anhand der mitlaufenden Zeitleiste immer sehen wie er in der Zeit lag, durch die elektronische Zeitmessung in der Startnummer gab es am Ende auch die Zeit für jede Runde. Ich nutze die Gelegenheit und sah mir die Strecke genauer an. Sie verlief zu über 50% auf Kopfsteinpflaster und war pro Runde mit 2 Anstiegen „gewürzt“. Grit war etwas zu schnell angegangen, so dass gegen Ende ihre Rundenzeiten langsamer wurden. Nach guten 29:41 min erreichte sie das Ziel und nahm neben der Teilnehmerurkunde auch noch die Teilnehmermedaille in Empfang.

Kurz nach 19.00 Uhr startete dann auch der 10km Pokallauf der Männer, prominentester Teilnehmer ohne Zweifel Falk Cierpinski, der 2007 gewonnen hatte. Ich rechnete auf den kurzen runden und seinem und meinen Leistungsvermögen damit, dass ich mindestens 2 mal überrundet werden würde. Ich wollte ja auch nicht voll laufen, da am Wochenende noch 2 andere Läufe auf dem Plan standen. Mit dem Startschuss ging die Hatz los. Wie immer bei Läufen über 10km rannten alle los wie die Wilden. Da ich wie meistens als letzter loslief, wollte ich aber nicht unbedingt auch als letzter hinterher laufen. Also alle guten Vorsätze über Bord und hinterher. Tückisch erwiesen sich nicht nur die Abschnitte mit dem groben Kopfsteinpflaster, sondern auch die beiden Spitzkehren pro Runde. Nach einer viel zu schnellen Anfangsrunde, drosselte ich dass Tempo. In der 4. Runde war es dann soweit. Die Spitze um Falk Cierpinski überrundete mich. Ab der 6. Runde gingen die beiden Anstiege pro Runde doch dann in die Beine. Cierpinski und Co ließen es etwas ruhiger angehen, so dass ich in die 9. Runde ging und kurz danach Falk Cierpinski erwartungsgemäß als Sieger das Ziel in einer Zeit von 35:45 Minuten erreichte, fast 2 Minuten langsamer als 2007. Ich erreichte nach 44.39 min als 34. und 7. der altersklasse das Ziel und war mit der Zeit eigentlich zufrieden.
Bei der Siegerehrung erwies sich dann, dass Grit Platz 2 in der altersklasse belegt hatte.
Zu erwähnen ist, dass alle Altersklassensieger (Frauen/Schüler/Jugend 5km und Männer 10km) einen Pokal erhielten.
Insgesamt aber ist der Lauf durch die Strecke nicht so, dass ich dort noch einmal unbedingt laufen will.
www.fsv-koethen-anhalt.de
 


Brückenlauf Breitungen - Blogger: Peter Schütze, Datum: 24.05.2008

Am Sonnabend, 24. Mai fand einmalig der Brückenlauf Breitungen statt. Da dieser Lauf im Rahmen der 1075 Jahrfeier Breitungens stattfand und einmal bleiben soll, war es ein Grund den weiten Weg Richtung Eisenach und dann in die Werra auf sich zu nehmen.
Beflügelt vom 2. Platz am Vorabend begleitete Grit mich und hatte sich entschlossen die 4,5km Strecke in Angriff zu nehmen. Ich wollte die 21,1km laufen. Daneben gab es noch eine 11km Strecke und die 1,5 km Bambini-Lauf.
Die Anreise über die Autobahn und den Thüringer Wald gestaltete sich Problemlos. In Breitungen waren dann aber die Zufahrten zum Festplatz, auf dem auch der Lauf beginnen sollte, gesperrt. Über Schleichwege waren wir dann aber doch kurz vor 10. Uhr am Ort. Von der Freiwilligen Feuerwehr wurden wir dann auf den Festplatz zum Parken eingewiesen. Dort wurde fleißig an einer großen Bühne gewerkelt. Später wurden alle Auto die dort standen abgeschleppt. Es sollte dort niemand parken. Zum Glück hatte ich unser Auto noch einmal umgeparkt.

Zügig ging es Richtung Anmeldung um die Startuntelagen zu holen. Dort war eine riesige Schlange, aber es ging nicht vorwärts. Als wir nach über 30 Minuten endlich dran waren, standen wir auch noch falsch. Die Organisatoren waren so clever gewesen und hatten die Streckenlängen für die Anmeldung bzw. Abholung an die Tische geklebt, so konnte niemand sehen wo er sich anstellen musste. Aber das waren nicht die einzigen organisatorischen Pannen, die noch auf uns warteten. Der ausliegende Streckenplan war ziemlich wir, also fragte ich den Sprecher, welche der eingezeichneten Strecken – rot oder gelb den die 21km seien. Seine Antwort: blau. Auf dem Plan aber war keine blaue Strecke eingezeichnet. Nun da ich nicht vor hatte als Erster zu laufen und zu gewinnen, wollte ich einfach der Meute hinterher laufen. Aus 51 vor gemeldeten Läufern über 21km gingen am Ende 110 Läufer und Läuferinnen an den Start. Über 11km waren es sogar 206 Starter.

Dann der erste Start und Verwunderung, nicht der lange Kanten ging als erstes los, sondern die 11km. Dann starteten 2 Minuten später der 1,5km Bambini-Lauf. Weitere 2 Minuten später sollte der 4,5km Lauf und dann wieder 2 Minuten später der 21km Lauf starten. Doch plötzlich Aufregung bei den Organisatoren. Der Bambini-Lauf war gestartet, aber noch keine Zielgasse mit Erfassung der Teilnehmer und Zeiten war aufgebaut. Also lies man uns Läufer erst mal stehen und es wurde hektisch gearbeitet. Dann fiel scheinbar jemanden ein, dass die wartenden Läufer ja im Zieleinlauf standen und warteten und es nicht mehr lange dauern würde, bis die ersten Kinder kommen. Also schnell die 4,5km Läufer losgeschickt und weiter umgebaut. Auch so, da standen ja auch noch die 21km Läufer. Also dann mal schnell weg mit denen, denn die ersten Kinder kamen schon an die Brücke ca. 200 Meter vor dem Ziel.

Wir dann mit fast 15 Minuten Verspätung los. Nach knapp 1000 Meter hatte sich das Feld gezogen und der erste Anstieg begann. Ich lief langsam aber sicher vom Ende des Feldes immer weiter nach vorn. Mitte des Anstieges stand ein Helfer und rief die aktuelle Platzierung zu. Platz 49 war meine „Zwischenergebnis“ nach knapp 2km. Das wollte ich halten. Der Anstieg führte über schöne Waldwege immer weiter begann. Leider war nach 3km damit Schluss und es ging steil bergab. Nun wusste ich auch was der Sprecher mit „blau“ gemeint hatte, die Markierungen auf der Straße für uns bestand aus blauen Pfeilen. Nach gut 5km die erste Verpflegungsstelle und die war, wie alle anderen auf der Strecke, sehr gut. Alles da was das Läuferherz begehrt. Wasser, Tee, Schorle, Banane und Apfel, sogar meine geliebte Vita-Cola gab es, es fehlte eigentlich nur noch ein kühles Bier. Durch die späte Startzeit von 11.15 Uhr war es doch schon ziemlich warm geworden. Wir hatten mittlerweile den Wald verlassen und liefen parallel zur Thüringenbahn Richtung Meiningen. Nach knapp 2 km ging es wieder in den Wald und für 1km bergan. Ich konnte weiter ein gutes Tempo laufen, nur auf der folgenden Bergabpassage musste ich die Läufer, die ich bergan eingeholt hatte, wieder davon laufen lassen. Mit der 2. Verpflegungsstelle hatten wir dann die Hälfte absolviert und die Uhr zeigte knapp 48 Minuten. Ich war viel zu schnell unterwegs. Nun ging es rund um den Breitunger See und zurück nach Breitungen. Dort hatte sich der Lauf dann endlich seinen Namen verdient, innerhalb kurzer Zeit überquerten wir 5 Brücken, vorbei an einer alten funktionierenden Wassermühle, einige Treppen hinauf und die nächste Brücke war überquert.

Wir verließen Breitungen und es ging auf einen Feldweg in der Sonne für die nächsten knapp 3km bergan. Nach zwei Drittel des Berges kam dann die Rache für das schnelle Anfangs-tempo. Es ging fast nichts mehr. Ich quälte mich den Berg hinauf und wurde von 6 Läufern spielend überholt. Auch auf dem folgenden Bergabstück wurde ich weiter überholt. Dann endlich das Breitunger Schloss und die Basilika. Schilder mit Km-Angaben hätten sicher gut getan und wenn es aller 5km gewesen wäre. Von hier waren es nur noch knapp 3km. An der Verpflegungsstelle noch einmal Cola getankt und es ging nun im wissen, das die Quälerei bald geschafft war Richtung Ziel. Diese 3km wurden aber noch einmal sehr lang. Als ich dann endlich im Ziel war, konnte ich zufrieden sein, 1:40.31h für 21km im Wald und Berge, Platz 44 Gesamt und 11 in der Alterklasse. Stutzig machte mich nur eine Angabe auf meinen Zeitausdruck. Ich war 37 Minuten nach dem Sieger im Ziel. Der sollte nach dieser Angabe also 1:03h gelaufen sein. Warum der nicht für Deutschland in Peking beim Marathon startet, war mein erster Gedanke. Hier konnte was nicht stimmen.

Im Ziel dann die nächsten Pannen. Ich hatte gerade einen Becher zu trinken genommen, als der Helfer zu einem anderen Läufer sagte, dass leider die Becher alle seien und sie nichts mehr ausschenken können. Wenige Minuten später war auch die Nachverpflegung (Äpfel und Bananen) alle. Es waren aber noch ca. 50 Läufer auf der Strecke. Ich schnell (was noch als schnell zu bezeichnen war) die Tasche aus dem Auto geholt und wollte duschen. Pech gehabt. Der 50l Boiler war leer, also bleib nur eiskaltes Wasser. Das Wasser aus der Werra wäre sicher wärmer gewesen.
Grit hatte ich dann auch gefunden. Sie konnte mehr als zufrieden sein. Schließlich hatte sie die Altersklassenwertung über 4,5 km gewonnen. Nach Platz 2 am Vortag wieder eine Steigerung.
Urkundenausdruck dauerte dann natürlich auch fast eine halbe Stunde.

Beim Warten erfuhr Grit dann auch in einem Gespräch zweier Läufer, dass sich Läufer auf der 21km Strecke verlaufen hätten und dadurch unbewusst abgekürzt hatten. Kein Wunder, standen doch an kniffligen Stellen im Wald keine Streckenposten und die Markierungen waren auch nicht immer gut zu sehen. Daher also die schnellen Zeiten. Am Ende rutschte ich durch diese Korrektur noch auf Gesamtplatz 41 und Platz 10 in der Altersklasse.
Wir sind dann schnell zum Auto und Richtung Heimat.

Die Laufstrecke war sehr schön und anspruchsvoll, aber das Organisatorische drum herum eigentlich schon peinlich. Wenn man bedenkt, dass im August der 5. Pleßlauf dort stattfindet, sollte man eigentlich denken, dass die Organisatoren die einfachen Dinge im Griff haben sollten.

www.brueckenlauf-breitungen.de
http://www.sportident.com/timing/ergebnis/ergebnis.php?wkid=20080524994360


30. Elsterlauf Bad Liebenwerda - Blogger: Peter Schütze, Datum: 25.05.2008

Um das Wochenende „rund“ zu machen, starte ich am Sonntag noch in Bad Liebenwerda beim 30. Elsterlauf über 21,5km.
Am Sonnabend Abend hatte ich mich noch mit Christian verständigt, dass wir gemeinsam nach Bad Liebenwerda fahren wollten. Also ging es um 7.30 Uhr in Wiederitzsch los. Angela war ebenfalls dabei, so dass wir eine kleiner Abordnung sein würden. Auf dem Parkplatz am Gewerbegebiet trafen wir dann noch Horst (Teichert) und damit startet ein Quartett der SG Olympia auf dem langen Kanten. Die Abholung der Unterlagen (ich hatte vorgemeldet) bzw. das Nachmelden von Angela und Christian dauerte nur Minuten, kein Vergleich zum Vortag. So blieb noch genügend Zeit sich vorzubereiten.
Die Walker über die verschiedenen Strecken starten sehr zeitig und pünktlich dann um 10.00 Uhr ging das große Feld der 21,5km Läufer als erste auf die Strecke. Ich wusste nicht ob ich nach dem anstrengenden Lauf des Vortages überhaupt ankommen würde. Also galt es langsam los zulaufen und später sehen was geht. Nach 2km stellte ich fest, dass ich mit einem guten 5min/km unterwegs war. Horst und Christian weit vor mir. Die Kontrolle des Tempos war sehr einfach, weil durch die Organisatoren jeder Kilometer markiert war. Nach ca. 5km war ich zu Horst aufgelaufen und lief mutig vorbei. Mal sehen wie lange das gut geht, dachte ich mir. 1:50 h war die Zielzeit. Ab km 2 führte die Strecke für 10km durch den Wald auf schönen Waldwegen, meistens zwar leicht bergan, aber sehr gut zu laufen. Nur zwischen km 11 und12 war ein längeres Stück Sand, welches unheimlich viel Kraft kostete.

Ich fühlte mich gut, so dass ich die ersten beiden Verpflegungsstellen ausließ (insgesamt gab es 6 (!!!) offizielle Versorgungsstellen auf der Strecke). Nach 12,5 km nahm ich dann endlich die Verpflegung. Ich fühlte mich gut und die Uhr zeigte, dass ich immer noch die angepeilte Zeit schaffen würde, sogar 1:45 waren noch zu schaffen. Die Strecke verlief größtenteils durch den Wald unterbrochen von wenigen kurzen Abschnitten auf der Straße. Einige kleine sandige Abschnitte sorgten dafür, dass die Strecke nicht zu einfach war. Bei km 16 sah ich dann Christian in einer größeren Gruppe ca. 150 Meter vor mir laufen. Man wäre das gut, wenn du dorthin laufen könntest, dann würden die letzten Kilometer sicher leichter gehen, obwohl ich immer noch keine Probleme hatte und erstaunt war, dass ich mein Tempo sogar noch etwas gesteigert hatte auf den letzten Kilometern.
Das Heranlaufen an die Gruppe war nicht so einfach, zwar holte ich Läufer ein, aber diese konnten das Tempo der Gruppe nicht mehr folgen und fielen zurück. So wurde die Gruppe vor mir immer kleiner, allerdings auch der Abstand zu den restlichen Läufern der Gruppe. Als der Rest der Gruppe bei km 19 an der Verpflegungsstelle noch einmal zugriff, war ich plötzlich vorbei und hatte auch Christian überholt. Nun sollte die letzten 2,5 km auch noch zu schaffen sein. Die letzen 1000 Meter konnte ich sogar noch einmal in 4:30 min laufen, so dass ich nach 1:43:33h ins Ziel kam. Knapp nach mir kam auch gleich Christian, der nach seiner „Rast“ 2,5km vor dem Ziel mich fast wieder eingeholt hatte. Ich war hochzufrieden, weil ich das Gefühl hatte, durchaus hätte schneller laufen zu können.
Knapp 5 Minuten nach Christian und mir überquerte Horst den Zielstrich. Auch auf Angela brauchten wir nicht lange zu warten. Knapp über 2 Stunden hatte sie gebraucht und kam trotz sichtlicher Anstrengungen lächelnd in Ziel.
Die Ergebnislisten hingen schnell aus, noch während wir am Urkundendruck anstanden.

Olympia hatte groß abgeräumt. Christian und Horst hatten die Altersklasse gewonnen und auch Angela hatte nur einer Läuferin den Vortritt gelassen. Von 4 Startern standen also 3 auf dem Treppchen. Erfolg ohne Ende.
Meine Zeit reichte immerhin zu Platz 9 in der Altersklasse und Platz 43 total (Platz 41 Männer –wie am Vortag).

Ein gelungener Jubiläumslauf in Bad Liebenwerda, der auch von der Organisation her kaum Wünsche offen ließ.
Für mich ein gelungener und schöner Abschluss eines doch etwas verrückten Laufwochenendes: 3 Läufe an 3 Tagen in 3 Bundesländern.

www.elsterlauf.de
http://www.triathlon-service.de/ergebnisse/liste.php?nr=1608

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